Definition
Unter KI-Governance versteht man Richtlinien und Prozesse zur Verwaltung von KI-Systemen (künstliche Intelligenz). Das Framework konzentriert sich auf dynamische Modelle und soll Verantwortlichkeit, Datenschutz und Sicherheit gewährleisten. Werden diese Standards nicht konsequent umgesetzt, entstehen erhebliche operationelle Risiken, da verzerrte Ergebnisse Unternehmen wertvolle Zeit und Geld kosten. Eine unzureichende Kontrolle birgt zudem das Risiko von Reputationsschäden und rechtlichen Konsequenzen.
Was ist der Unterschied zwischen KI-Governance und traditioneller Governance?
Während KI-Governance ein relativ neues Konzept ist, ist IT-Governance seit Jahrzehnten ein zentraler Bestandteil des IT-Betriebs. Ein Blick auf die Unterschiede zwischen KI-Governance und traditioneller Governance kann Ihnen helfen, die mit KI-Governance verbundenen Herausforderungen besser zu verstehen.
| Kategorie | Traditionelle IT-Governance | KI-Governance |
| Art der Systeme | Vergleichsweise statisch; Änderungen erfolgen langsam und Systeme entwickeln sich nicht kontinuierlich weiter. | Dynamisch und sich ständig weiterentwickelnd; erfordert kontinuierliches Monitoring und regelmäßige Anpassungen. |
| Hauptfokus | Ausrichtung des IT-Betriebs an Unternehmenszielen, Datensicherheit und Einhaltung regulatorischer Vorgaben. | Gewährleistung von Fairness, Transparenz, Verantwortlichkeit, Datenschutz und Sicherheit. |
| Regulatorisches Umfeld | Orientierung an konkreten, etablierten Vorschriften (z. B. DSGVO, HIPAA, PCI-DSS). | Frameworks bestehen (z. B. EU AI Act), werden jedoch noch nicht in gleichem Maße durch konkrete Vorschriften geregelt wie die traditionelle IT. |
| Anforderungen | Verstöße gegen Vorgaben können konkrete Bußgelder und Sanktionen nach sich ziehen. | Verstöße gegen Vorgaben können konkrete Bußgelder und Sanktionen nach sich ziehen. |
KI-Governance, Ethik und Compliance
Ethik und Compliance sind zwei zentrale Aspekte der KI-Governance, auch wenn sich die regulatorischen Rahmenbedingungen für KI noch in der Entwicklung befinden. Im Hinblick auf Compliance spielt insbesondere der Artificial Intelligence Act der Europäischen Union (EU AI Act) eine wichtige Rolle bei KI-Tools. Unternehmen müssen beim Umgang mit personenbezogenen Daten jedoch auch Datenschutzbestimmungen wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) einhalten.
Ethische Fragen gehören zu den am häufigsten diskutierten Herausforderungen im Zusammenhang mit KI. KI kann Schaden verursachen, wenn sie voreingenommene Entscheidungen trifft oder Berichte auf Grundlage fehlerhafter Informationen erstellt. KI-Entwickler tragen daher Verantwortung dafür, sicherzustellen, dass Nutzer nicht auf solche Probleme stoßen. Menschliche Aufsicht hilft sicherzustellen, dass KI im Interesse der Nutzer eingesetzt wird.
KI-Governance über den gesamten KI-Lebenszyklus
KI-Governance beginnt nicht erst mit dem Einsatz eines KI-Tools, sondern ist von Anfang bis Ende Teil des Prozesses. Software-Artefakt-Repositories spielen eine Schlüsselrolle, indem sie KI-Komponenten vor der Bereitstellung zentralisieren. Governance beginnt bereits in der Planungs- und Designphase, wo Entwickler einen Zweck definieren und potenzielle Risiken identifizieren. Datenqualitätskontrollen werden implementiert, um Datenschutz und Sicherheit bei den KI-Tools zu gewährleisten.
Während der Modellentwickeln testen Entwickler regelmäßig auf Verzerrungen, damit KI-Modelle fair bleiben und ihre Entscheidungen nachvollziehbar sind. Vor der Bereitstellung werden die KI-Modelle validiert, um sicherzustellen, dass sie den regulatorischen Vorschriften entsprechen und die Performance-Ziele erfüllen. Auch nach der Bereitstellung werden KI-Modelle kontinuierlich überwacht, um Model Drift und andere langfristige Probleme zu verhindern.
Warum ist KI-Governance wichtig?
KI-Governance ist wichtig, weil KI einen erheblichen Einfluss auf die Gesellschaft, den Geschäftsbetrieb und die Entscheidungsfindung hat. Unabhängig davon, ob ein Unternehmen KI zur Automatisierung wiederkehrender Aufgaben einsetzt oder eine Einzelperson einem KI-Modell eine Frage stellt: Es ist wichtig, das man den Outputs eines KI-Modells vertrauen kann. Werden Verzerrungen in KI nicht kontrolliert, können sie sich negativ auf bestimmte Personengruppen auswirken. KI-Governance trägt dazu bei, voreingenommene Entscheidungen zu vermeiden und die negativen Auswirkungen von KI auf die Gesellschaft zu minimieren.
Risiken von KI ohne Governance
KI-Governance-Frameworks sind ein wichtiger Bestandteil der sicheren Entwicklung und Bereitstellung von KI-Tools. Fehlt Governance bei KI-Tools, können verschiedene Risiken entstehen, darunter:
- Bias (Verzerrungen): KI-Modelle neigen dazu, auf Grundlage ihrer Trainingsdaten Verzerrungen zu entwickeln, die zu unfairen oder falschen Entscheidungen führen. Das Durchführen von Bias-Analysen ermöglicht KI-Entwicklern, solche Verzerrungen zu erkennen und zu reduzieren, damit KI-Ergebnisse möglichst fair und wahrheitsgemäß sind.
- Datenschutzverletzungen: Wer persönliche Informationen in ein KI-Tool eingibt, muss darauf vertrauen können, dass diese Daten geschützt sind. Nicht kontrollierte KI-Modelle führen häufig zu Datenschutzverletzungen, die das Vertrauen der Verbraucher beeinträchtigen. Darüber hinaus können Datenschutzverstöße zu Sanktionen und Geldbußen führen.
- Sicherheitslücken: Sicherheit gehört zu den Grundprinzipien von KI-Governance, weshalb Sicherheit ein häufiges Problem bei KI-Modellen ohne Governance ist. Die Implementierung von Kontrollen und verbindlichen Richtlinien helfen dabei, Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben, bevor sie negative Auswirkungen haben.
- Mangelnde Erklärbarkeit (Explainability): Wenn ein KI-Modell eine Entscheidung trifft, müssen Nutzer klar nachvollziehen können, wie und warum diese zustande gekommen ist. Fehlt diese Erklärbarkeit, wird es schwieriger, Vertrauen aufzubauen – ein häufiges Problem bei KI-Tools ohne ausreichende Governance.
Zentrale Bestandteile eines effektiven KI-Governance-Frameworks
Damit ein KI-Governance-Framework wirksam ist, muss es über mehrere Schlüsselkomponenten verfügen. Wer die wesentlichen Bestandteile eines KI-Governance-Frameworks kennt, kann gezielt die geeigneten Rahmenbedingungen schaffen, die dazu beitragen, KI sicher und fair einzusetzen.
Frameworks und Richtlinien für eine verantwortungsvolle KI-Nutzung
Genauso wie Artefaktmanagement ein wesentlicher Bestandteil der Software-Lieferkette ist, sind verantwortungsvolle KI-Richtlinien in der KI-Governance unerlässlich. Unternehmen sollten über klare Frameworks und Richtlinien für eine verantwortungsvolle KI-Nutzung verfügen, um Fairness, Transparenz, Verantwortlichkeit, Datenschutz und Sicherheit zu gewährleisten.
Da es keine Komplettlösung gibt, die für jedes Unternehmen gleichermaßen geeignet ist, sollten Sie Ihre eigenen Richtlinien für den verantwortungsvollen Einsatz von KI entwickeln. Solche Frameworks und Richtlinien helfen dabei, Probleme wie Shadow AI zu vermeiden, die zu Sicherheitsrisiken und rechtlichen Grauzonen führen können. Es ist wichtig, nach der Einführung von Frameworks und Richtlinien für eine verantwortungsvolle KI-Nutzung entsprechende Schulungen anzubieten, damit alle Teams mit den neuen Vorgaben vertraut sind.
Welche Rollen spielen Stakeholder bei der KI-Governance?
Stakeholder spielen eine Schlüsselrolle in der KI-Governance – von Führungskräften und der Rechtsabteilung bis hin zu Designern und Entwicklern. Wichtig ist, dass alle Beteiligten die Richtlinien für eine verantwortungsvolle KI-Nutzung kennen und verstehen, damit die KI-Governance von der Entwicklung bis zum Deployment gewährleistet ist. Stakeholder tragen die Verantwortung dafür, Compliance, Sicherheit, Datenschutz und Fairness sicherzustellen. Dabei arbeiten Rechtsabteilung und Führungskräfte eng mit den Entwicklungsteams zusammen.
Prozesse für KI-Governance
Die Einführung von KI-Governance-Prozessen vereinfacht die KI-Governance und schafft einheitliche Abläufe über die gesamten Entwicklungs- und Bereitstellungsphasen hinweg:
- Risikobewertung: Identifizieren Sie potenzielle Risiken eines KI-Modells, einschließlich Sicherheits-, Datenschutz- und Bias-Risiken.
- Modellüberprüfung: Überprüfen Sie Modelle darauf, ob die Ausgaben nachvollziehbar und fair sind, und mindern Sie Verzerrungen, falls sie sich auf die Ergebnisse auswirken.
- Freigabe: Wenn sichergestellt ist, dass die KI fair, sicher und datenschutzkonform ist, kann das Modell für die Bereitstellung freigegeben werden. Die KI-Governance endet damit jedoch nicht.
- Kontinuierliche Überwachung: Auch nach der Einführung von KI-Tools sollten sie laufend überwacht und menschliche Aufsicht beibehalten werden, um Model Drift zu verhindern.
Metriken zur KI-Governance
Metriken zur Messung des Erfolgs von KI-Governance helfen dabei, ein besseres Verständnis für KI-Modelle zu entwickeln. Dabei spielen auch ethische Aspekte eine wichtige Rolle, da sich Ethik in der KI hauptsächlich um die gesellschaftlichen Auswirkungen von KI dreht. Da KI zunehmend in Entscheidungsprozesse eingebunden wird, ist es umso wichtiger, sicherzustellen, dass ihre Entscheidungen fair sind. Beim Einsatz eines KI-Modells liegt es in Ihrer Verantwortung, dafür zu sorgen, dass das Modell faire und korrekte Informationen ausgibt.
Zur Messung von AI Governance können unter anderem folgende Metriken herangezogen werden:
- Kennzahlen: Wichtige Metriken wie Genauigkeit, Präzision und Trefferquote helfen Entwicklern sicherzustellen, dass KI zuverlässige und faire Ergebnisse liefert.
- Incident-Tracking: Vorfälle (Incidents) werden über Fehlerraten erfasst, die den Gesamtprozentsatz fehlgeschlagener Anfragen darstellen.
- Überwachung der Ergebnisse: KI-Modelle werden kontinuierlich überwacht, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse fair und korrekt sind.
Bias-Tests und statistische Parität
Um Bias in KI-Modellen zu identifizieren und ein tieferes Verständnis dafür zu erlangen, wie es sich auf verschiedene Gruppen auswirkt, können Methoden wie die statistische Parität eingesetzt werden. Diese Metrik zeigt, ob ein positives Ergebnis für verschiedene Gruppen mit gleicher Wahrscheinlichkeit eintritt. Wenn Bias-Tests ergeben, dass positive Ergebnisse für eine Gruppe deutlich weniger wahrscheinlich sind, sollten Sie dieses Problem vor der Bereitstellung beheben.
Welche Rollen spielen Stakeholder bei der KI-Governance?
Stakeholder spielen eine Schlüsselrolle in der KI-Governance – von Führungskräften und der Rechtsabteilung bis hin zu Designern und Entwicklern. Wichtig ist, dass alle Beteiligten die Richtlinien für eine verantwortungsvolle KI-Nutzung kennen und verstehen, damit die KI-Governance von der Entwicklung bis zum Deployment gewährleistet ist. Stakeholder tragen die Verantwortung dafür, Compliance, Sicherheit, Datenschutz und Fairness sicherzustellen. Dabei arbeiten Rechtsabteilung und Führungskräfte eng mit den Entwicklungsteams zusammen.
Prozesse für KI-Governance
Die Einführung von KI-Governance-Prozessen vereinfacht die KI-Governance und schafft einheitliche Abläufe über die gesamten Entwicklungs- und Bereitstellungsphasen hinweg:
- Risikobewertung: Identifizieren Sie potenzielle Risiken eines KI-Modells, einschließlich Sicherheits-, Datenschutz- und Bias-Risiken.
- Modellüberprüfung: Überprüfen Sie Modelle darauf, ob die Ausgaben nachvollziehbar und fair sind, und mindern Sie Verzerrungen, falls sie sich auf die Ergebnisse auswirken.
- Freigabe: Wenn sichergestellt ist, dass die KI fair, sicher und datenschutzkonform ist, kann das Modell für die Bereitstellung freigegeben werden. Die KI-Governance endet damit jedoch nicht.
- Kontinuierliche Überwachung: Auch nach der Einführung von KI-Tools sollten sie laufend überwacht und menschliche Aufsicht beibehalten werden, um Model Drift zu verhindern.
Metriken zur KI-Governance
Metriken zur Messung des Erfolgs von KI-Governance helfen dabei, ein besseres Verständnis für KI-Modelle zu entwickeln. Dabei spielen auch ethische Aspekte eine wichtige Rolle, da sich Ethik in der KI hauptsächlich um die gesellschaftlichen Auswirkungen von KI dreht. Da KI zunehmend in Entscheidungsprozesse eingebunden wird, ist es umso wichtiger, sicherzustellen, dass ihre Entscheidungen fair sind. Beim Einsatz eines KI-Modells liegt es in Ihrer Verantwortung, dafür zu sorgen, dass das Modell faire und korrekte Informationen ausgibt.
Zur Messung von AI Governance können unter anderem folgende Metriken herangezogen werden:
- Kennzahlen: Wichtige Metriken wie Genauigkeit, Präzision und Trefferquote helfen Entwicklern sicherzustellen, dass KI zuverlässige und faire Ergebnisse liefert.
- Incident-Tracking: Vorfälle (Incidents) werden über Fehlerraten erfasst, die den Gesamtprozentsatz fehlgeschlagener Anfragen darstellen.
- Überwachung der Ergebnisse: KI-Modelle werden kontinuierlich überwacht, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse fair und korrekt sind.
Bias-Tests und statistische Parität
Um Bias in KI-Modellen zu identifizieren und ein tieferes Verständnis dafür zu erlangen, wie es sich auf verschiedene Gruppen auswirkt, können Methoden wie die statistische Parität eingesetzt werden. Diese Metrik zeigt, ob ein positives Ergebnis für verschiedene Gruppen mit gleicher Wahrscheinlichkeit eintritt. Wenn Bias-Tests ergeben, dass positive Ergebnisse für eine Gruppe deutlich weniger wahrscheinlich sind, sollten Sie dieses Problem vor der Bereitstellung beheben.
Best Practices für die Implementierung von Responsible AI Governance
Die Implementierung einer verantwortungsvollen (“responsible”) KI-Governance wird mit zunehmend schnelleren Deployment-Zyklen von Modellen operativ komplexer. Die Einhaltung von Best Practices erleichtert die Implementierung eines KI-Governance-Frameworks, das auf Ihr Unternehmen abgestimmt ist und gleichzeitig Aspekte wie Ethik und Compliance berücksichtigt.
Ausrichtung von KI-Governance an Unternehmenszielen und Risikotoleranz
Die Ausrichtung von KI-Governance an den Unternehmenszielen und der Risikotoleranz ist essenziell. KI-Governance sollte Ihre übergeordneten Geschäftsziele unterstützen – unabhängig davon, ob diese auf finanzielles Wachstum, die Erweiterung Ihres Kundenstamms oder die Erhöhung der betrieblichen Effizienz ausgerichtet sind.
Wenn Sie ein KI-Governance-Framework erstellen, ordnen Sie KI-Initiativen konkreten strategischen Zielen zu. So wird deutlich, welchen Beitrag die einzelnen Initiativen zu den jeweiligen Unternehmenszielen leisten. Verwenden Sie Key Performance Indicators (KPIs), um den Erfolg von KI-Initiativen zu messen und sicherzustellen, dass sie Ihnen dabei helfen, Ihre strategischen Ziele zu erreichen.
Ebenso wichtig ist das Zusammenstellen eines funktionsübergreifenden Teams, das sich gezielt mit KI-Governance und -Compliance befasst. Dieses Team sollte Stakeholder aus mehreren wichtigen Teams zusammenbringen, darunter Recht, Entwicklung, IT, Compliance und Unternehmensführung.
Einführung von Kontrollmechanismen für menschliche Aufsicht, Erklärbarkeit und kontinuierliche Überwachung (Continuous Monitoring)
Das Schaffen von Rahmenbedingungen sowie Kontrollen für die menschliche Aufsicht und kontinuierliches Monitoring sind wesentliche Aspekte der KI-Governance.
KI-Modelle werden mit menschlichen Daten trainiert und diese menschlichen Daten enthalten Vorurteile. Leider neigen Modelle dazu, diese Verzerrungen zu übernehmen und in die Ausgaben zu integrieren. Menschliche Aufsicht hilft dabei, diese Verzerrungen zu mindern, damit KI möglichst faire und präzise Ergebnisse liefert. Das kann durch regelmäßige Audits und Human-in-the-Loop-Systeme (HITL) erreicht werden.
Erklärbarkeit stellt sicher, dass KI-Modelle transparent sind und User die Ergebnisse nachvollziehen können und ihnen vertrauen. Der Fokus auf Explainable AI (erklärbare künstliche Intelligenz) ist daher ein wichtiger Schritt, um vertrauenswürdige und transparente Modelle zu entwickeln. Zu den zentralen Aspekten der Erklärbarkeit von KI gehören Nachverfolgbarkeit, Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen und die Genauigkeit von Vorhersagen.
Nachdem ein KI-Modell bereitgestellt wurde, muss es kontinuierlich überwacht werden, um Model Drift zu vermeiden. Da sich die Welt und die zugrunde liegenden Daten im Laufe der Zeit verändern, kann die Genauigkeit eines KI-Modells nachlassen. Continuous Monitoring stellt sicher, dass KI-Modelle auch lange nach ihrer Bereitstellung fair und präzise bleiben.
Schulungs- und Awareness-Programme
Für eine erfolgreiche Implementierung von KI-Governance müssen Sie sicherstellen, dass zentrale Stakeholder mit den KI-Governance-Frameworks und -Richtlinien vertraut sind.
Schulungs- und Awareness-Programme sollten sich an Teammitglieder richten, die eine wesentliche Rolle bei der Gewährleistung der KI-Governance spielen, darunter Entwickler, die Rechtsabteilung und Compliance-Teams. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Beteiligten die Bedeutung von KI-Governance verstehen und wissen, wie sie in die Geschäftsprozesse integriert wird.
Ergänzend zu Schulungs- und Awareness-Programmen können Sie eine Dokumentation zur KI-Governance erstellen. Schriftlich festgehaltene Richtlinien und Leitfäden können Teams dabei helfen, KI-Entwicklung und -Nutzung an strategischen Zielen auszurichten.
Dabei ist es wichtig, dass KI-Governance-Schulungen keine einmalige Maßnahme bleiben. Richtlinien zur KI-Governance können sich ändern, wenn sich die KI-Landschaft weiterentwickelt, und das Bewusstsein für Governance kann im Laufe der Zeit nachlassen. Regelmäßige Schulungs- und Awareness-Programme tragen dazu bei, alle auf dem neuesten Stand zu halten und das Bewusstsein für die neuesten KI-Governance-Richtlinien zu stärken.
Welche Beispiele für KI-Governance gibt es in der Praxis?
Ein Blick auf Beispiele für KI-Governance helfen dabei, besser zu verstehen, warum KI-Governance wichtig ist und wie sie in der Praxis umgesetzt wird.
Was ist der AI Act der EU?
Der AI Act der EU wurde 2024 eingeführt, um den Einsatz von KI zu regulieren und die potenziellen Risiken im Zusammenhang mit KI-Modellen zu mindern. Er enthält konkrete Transparenzanforderungen. So müssen Modelle offenlegen, dass Inhalte von KI generiert wurden, und es müssen Maßnahmen getroffen werden, um die Generierung illegaler Inhalte zu verhindern. Darüber hinaus stuft die Verordnung über künstliche Intelligenz einige KI-Systeme als hohes Risiko ein, was bedeutet, dass sie vor der Bereitstellung bewertet werden müssen. KI-Systeme, die ein inakzeptables Risiko darstellen, sind nach dem EU AI Act verboten.
Was ist das NIST AI Risk Management Framework?
Das National Institute of Standards and Technology (NIST). Das AI Risk Management Framework wurde in Zusammenarbeit mit Akteuren aus dem öffentlichen und privaten Sektor entwickelt, um Risiken im Zusammenhang mit KI zu managen.
Das NIST Risk Management Framework berücksichtigt nicht nur technische Risiken von KI, sondern auch gesellschaftliche und ethische Aspekte. Aus diesem Grund erfordert die Umsetzung des NIST-Frameworks ein vielfältiges Team von Stakeholdern. NIST hat sein Risk Management Framework außerdem flexibel gestaltet, sodass es von allen genutzt werden kann – sowohl von kleinen Unternehmen mit risikoarmen KI-Systemen als auch von Großkonzernen mit Hochrisikosystemen.
Was sind Googles KI-Prinzipien?
Die Google AI Principles wurden von Google entwickelt, um sicherzustellen, dass KI-Modelle sicher, fair und innovativ sind. Es gibt drei zentrale KI-Prinzipien bei Google:
- Mutige Innovation
- Verantwortungsvolle Entwicklung und Bereitstellung
- Gemeinsamer Fortschritt durch Zusammenarbeit
Google nutzt diese Prinzipien als Leitlinie für die KI-Entwicklung und erstellt am Ende jedes Jahres einen KI-Fortschrittsbericht. Nutzer können frühere KI-Fortschrittsberichte einsehen, um sich über die Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit der KI-Tools von Google zu informieren.
Was ist der Microsoft-Standard für verantwortungsvolle KI?
Der Standard für Responsible AI bei Microsoft verfolgt sechs zentrale Ziele:
- Fairness
- Inklusion
- Zuverlässigkeit und Sicherheit
- Transparenz
- Datenschutz und Sicherheit
- Verantwortlichkeit
Diese Ziele entsprechen den wesentlichen Anforderungen, die grundsätzlich mit KI-Governance verfolgt werden. Microsoft erreicht diese Ziele, indem Regeln für die verantwortungsvolle Nutzung von KI definiert werden, Teams bei der Umsetzung verantwortungsvoller KI-Praktiken unterstützt werden, sensible Anwendungsfälle überprüft werden und man an der Gestaltung politischer Rahmenbedingungen für AI Governance mitwirkt.
KI-Governance mit der JFrog Software Supply Chain Plattform
Auch wenn menschliche Aufsicht ein wesentlicher Bestandteil eines verantwortungsvollen Technologieeinsatzes bleibt, sind automatisierte Compliance-Tools für die Optimierung der KI-Governance unerlässlich. Mit der fortschreitenden technologischen Entwicklung wird es immer wichtiger, diese komplexen Prozesse zu vereinfachen – genau hier setzt der JFrog AI Catalog an. Als zentraler Hub ermöglicht der AI Catalog Unternehmen, ihre KI- und Machine-Learning-Modelle direkt innerhalb bestehender DevSecOps-Workflows sicher zu finden, zu verwalten und zu steuern.
Die JFrog Plattform basiert auf den JFrog Responsible AI Principles, die sicherstellen, dass KI-Technologien fair, transparent und ethisch entwickelt und eingesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei zentrale Prinzipien wie Verantwortlichkeit, Datenschutz, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Fairness. JFrog setzt diese Ziele mithilfe eines robusten internen Governance-Frameworks, strenger Datenschutzrichtlinien und regelmäßiger Compliance-Prüfungen um. Durch die Integration dieser Prinzipien in ihre Tools können Unternehmen Risiken souverän managen und Bias reduzieren.
Starten Sie eine kostenlose Testversion, um automatisierte Compliance-Richtlinien für Modelle in Ihrer eigenen Umgebung zu evaluieren, oder vereinbaren Sie eine gezielte technische Demo des JFrog AI Catalog.