Definition
Cloud Security Posture Management (CSPM) ist eine Reihe von Sicherheitstools und -maßnahmen, die Unternehmen dabei helfen sollen, ihre Cloud-Infrastruktur zu schützen, indem sie Risiken im Zusammenhang mit Konfigurations-Fehlern, Compliance-Verstößen und anderen Schwachstellen in Cloud-Umgebungen mindern.
Überblick über CSPM
CSPM spielt eine wichtige Rolle dabei, Sicherheitsrisiken in der Cloud proaktiv zu verwalten und zu entschärfen, bevor Angreifer sie ausnutzen können.
Typische Risiken, die ein CSPM-Tool aufdecken kann, sind:
- Unsichere Cloud-Dienste: CSPM-Tools erkennen die Nutzung veralteter oder unsicherer Versionen eines Cloud-Dienstes.
- Fehlende Verschlüsselung: CSPM identifiziert Ressourcen, die verschlüsselt sein sollten, es aber nicht sind – z. B. Konfiguration für einen Objektspeicher, die Daten per Default unverschlüsselt speichert.
- Unsichere Netzwerkeinstellungen: CSPM erkennt Netzwerkkonfigurationen, die sensible Ressourcen ungeschützt dem Internet aussetzen.
Vorteile von Cloud Security Posture Management
Cloud Security Posture Management kann zwar in jeder Art von Cloud-Umgebung hilfreich sein, aber besonders in großen Umgebungen mit mehreren Cloud-Diensten oder vielen Nutzern ist CSPM essenziell. Je größer und komplexer eine Cloud-Umgebung ist, desto schwieriger wird es für Administratoren, alle relevanten Sicherheitsrisiken zu identifizieren. CSPM unterstützt, indem es die Cloud-Infrastruktur und Service-Konfigurationen automatisch scannt und die Administratoren über etwaige Sicherheitsrisiken informiert.
Zur Funktionsweise von CSPM
CSPM-Lösungen arbeiten nach folgenden Prinzipien:
- CSPM-Tool Deployment: Cloud-Administratoren verbinden ihre Umgebung mit einem CSPM-Tool, das kontinuierlich Cloud-Richtlinien überwacht.
- Kontinuierliches Monitoring: Immer wenn neue Richtlinien eingeführt oder bestehende Richtlinien geupdated werden, werden diese vom CSPM-Tool analysiert, um potenzielle Fehlkonfigurationen zu erkennen.
- Risikobewertung: Anhand vordefinierter Sicherheitsregeln oder automatisierter Erkennung bekannter Risiken alarmiert das CSPM-Tool Administratoren über potenzielle Sicherheitsprobleme.
- Handlungsempfehlungen: In einigen Fällen können CSPM-Tools auch Hinweise oder Empfehlungen zur Behebung der Probleme geben, was hilft, die Reaktionszeiten zu verkürzen.
Durch die Automatisierung dieser Prozesse ermöglicht CSPM eine schnelle und kontinuierliche Risikoerkennung – selbst in hochkomplexen Cloud-Umgebungen.
CSPM und ergänzende Scanning-, CASB- & SIEM-Lösungen
Wichtig ist zu wissen, dass CSPM-Tools nicht alle möglichen Sicherheitsrisiken in der Cloud abdecken können. CSPM konzentriert sich auf Sicherheits- und Compliance-Probleme, die aus Fehlkonfigurationen innerhalb der Cloud-Infrastruktur resultieren. Risiken, wie die folgenden, werden nicht von CSPM-Tools erfasst:
- Verwundbarer Anwendungscode: Für die Erkennung von Schwachstellen in Applikationen braucht es Lösungen zum Scannen der Anwendungssicherheit wie wie SAST (Static Application Security Testing) und DAST (Dynamic Application Security Testing) Tools.
- Unsichere Verbindungen zwischen Cloud-Diensten und Endnutzern: Diese Risiken werden in der Regel von Cloud Access Security Broker (CASB)-Software gemanagt, die zur Sicherung von Verbindungen zu Cloud-basierten Ressourcen eingesetzt werden.
- Aktive Sicherheitsverstöße: Um aktive Bedrohungen aufzuspüren, sind Tools zur Überwachung der Cloud-Sicherheit erforderlich, z. B. Lösungen für das Sicherheits- und Informationsmanagement (SIEM).
CSPM schützt Cloud-Infrastrukturen vor fehlerhaft konfigurierten Sicherheitseinstellungen, die durch Administratoren oder Benutzer beim Setup und der Einrichtung von Cloud-Diensten oder -Ressourcen verursacht wurden. Die Sicherheit der zugrundeliegenden Cloud-Infrastruktur – d. h. der physischen Server usw. – wird gemäß dem Cloud-Shared-Responsibility-Modells von den Cloud-Anbietern direkt verwaltet. Auch wenn diese viele Konfigurationsoptionen anbieten, waren Sie ihre Kunden nicht automatisch vor unsicheren Konfigurationen. Auch aus diesem Grund sind die von den Nutzern definierten Konfigurationen der Infrastruktur oft nicht so sicher, wie sie sein sollten. CSPM-Tools helfen, diese Risiken zu identifizieren und unterstützen Unternehmen, die die Cloud nutzen, bei der Einrichtung eines soliden Sicherheitskonzeptes für die Cloud – daher der Begriff Cloud Security Posture Management.
Legacy- vs. Next-Generation CSPM Features
Seit der Einführung der ersten CSPM-Lösungen vor mehr als 10 Jahren haben sich die Herausforderungen und Technologien im Bereich Cloud-Security stark weiterentwickelt und die CSPM-Landschaft hat sich entsprechend verändert.
Deshalb ist es wichtig, zwischen „Legacy“-Systemen, die altbekannte Probleme lösen, und den neuesten CSPM-Lösungen zu unterscheiden, die darauf ausgelegt sind, Lösungen für die Anforderungen von heute zu bieten.
Moderne CSPM-Lösungen bieten heute folgende neue Funktionen:
- Dynamische Risikobewertung: Anstatt auf statischen Sicherheitsrichtlinien zu basieren, erkennen moderne CSPM-Tools Risiken automatisch durch dynamische Analysen.
- Handlungsempfehlungen: Neben Warnmeldungen geben moderne CSPM-Lösungen konkrete Handlungsempfehlungen zur Behebung von Sicherheitsproblemen.
- Priorisierung nach Schweregrad: Risiken werden anhand ihres Schweregrads klassifiziert, sodass Administratoren priorisiert reagieren können.
- Automatisierte Behebung: Einige moderne CSPM-Tools können bestimmte Sicherheitsrisiken automatisch beheben, ohne dass ein manueller Eingriff erforderlich ist.
- Breitere Abdeckung: Unterstützung für neuere und komplexere Cloud-Dienste, inklusive KI-gestützter Services.
Wie sich CSPM mit anderen Security Tools integrieren lässt
Wie schon erwähnt, ist CSPM nur zur Erkennung bestimmter Arten von Cloud-Sicherheitsrisiken geeignet. Allein reicht CSPM nicht aus, um Cloud-Umgebungen und Workloads vor allen Bedrohungen zu schützen.
Da das Cloud Security Posture Management also nur spezifische Risiken abdeckt, ist es am effektivsten in Kombination mit anderen Sicherheitslösungen:
- SAST-Tools: SAST-Scanner erkennen Schwachstellen im Quellcode von Applikationen.
- DAST-Tools: Tools für die dynamische Anwendungssicherheitsprüfung simulieren Angriffe auf laufende Anwendungen.
- Software Composition Analysis (SCA): SCA-Scanner identifizieren unsichere Drittanbieter-Komponenten in Anwendungen.
- Container-Sicherheitslösungen: Notwendig, da Container spezielle Risiken aufweisen, die von herkömmlichen Lösungen für die Anwendungssicherheit nicht immer abgedeckt werden.
- Cloud Identity and Entitlement Management (CIEM): Ermittelt riskante Identitäten und Berechtigungen in Cloud-Umgebungen (im Gegensatz zu riskanten Cloud-Infrastruktur- und Service-Konfigurationen, die in den Aufgabenbereich von CSPM fallen).
- Data Loss Prevention (DLP): Erkennt und schützt sensible Daten, die möglicherweise nicht ordnungsgemäß gesichert sind, vor unbefugtem Zugriff.
- Cloud-Security-Monitoring: Tools zur Überwachung der Cloud-Sicherheit identifizieren aktive Sicherheitsverletzungen und helfen bei deren Eindämmung.
Durch die Kombination dieser unterschiedlichen Lösungen kann eine Cloud-Umgebung auf allen Ebenen gesichert werden – von der zugrunde liegenden Infrastruktur über Service-Konfigurationen bis hin zu Workloads und Benutzerrechten.
Sichere Entwicklung für die Cloud mit JFrog
Mit der JFrog Plattform bietet JFrog eine zentrale, sichere Lösung zur Verwaltung von Artefakten, Binärdateien, Container-Images und anderen kritischen Ressourcen, die in Cloud-Umgebungen eingesetzt werden. In Kombination mit CSPM-Tools, die Konfigurationsfehler minimieren, sorgt JFrog so für einen ganzheitlichen Cloud-Sicherheitsansatz, indem es auch Integrität und Sicherheit von Anwendungen und Daten schützt.
Ein zentrales Element der JFrog-Plattform ist JFrog Runtime, das eine umfassende Sicherheits- und DevOps-Analyse für Kubernetes-Cluster ermöglicht. Durch systematische Überwachung identifiziert JFrog Runtime Workloads und Container, gleicht sie mit zugehörigen Prozessen und Dateien ab und mappt sie innerhalb von JFrog Artifactory. Dies gewährleistet eine vollständige Rückverfolgbarkeit von Binärdateien über die gesamte Software-Lieferkette.
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